Es gibt neben den frei verfügbaren open Source CMS auch viele kommerzielle System. Auf dieser Seite will ich einmal einige wesentliche Unterschiede erläutern.

Kommerzielles CMS

Ein kommerzielles CMS kostet erst einmal Geld. Bevor es auf Ihrem Server installiert wird, sind teilweise bereits mehrere Tausend Euro für die Lizenz fällig. Die Hersteller dieser kommerziellen CMS reden gern davon, dass kommerziell gepflegte Systeme immer aktueller und sicherer sind, teilweise werden aber gerade die wichtigen Sicherheitsupdates langsamer bereitgestellt wie bei den open Source Lösungen.

Nicht berücksichtigt wird von den Herstellern, dass bei kommerziellen Systemen ein Hersteller verantwortlich zeichnet und die Weiterentwicklung des CMS von ihm abhängig ist: geht der Hersteller vom Markt, ist das auch das Ende seines CMS. Die Pflege wird eingestellt und damit ist die bis dahin getätigte Investition in das CMS hinaus geschmissenes Geld. Ein schneller Wechsel ist notwendig weil jetzt auch keine Sicherheitsupdates mehr geliefert werden.

Bei einem kommerziellen CMS entstehen wie bei einem open Source Kosten für die Anpassung an die Wünsche des Kunden. Da es für diese CMS aber einen Hersteller gibt, der hier auch Lizenzrechte hat, ist man bei der Entwicklung auf den Hersteller angewiesen. In der Regel hat das zur Folge, dass die Kosten hier deutlich höher liegen.

Auch ist man bei einem kommerziellen CMS vom Hersteller abhängig. Es gibt einige Module, die vom Hersteller für wichtig gehalten werden, natürlich gegen Gebühren. Individuelle Entwicklungen sind durch den Hersteller manchmal möglich, aber hier sind die Kosten in der Regel sehr hoch. Ebenso verhält es sich mit dem Support: er ist nur durch den Hersteller möglich und damit meistens recht teuer. Auch die dringend erforderliche Sicherheitsupdates können nur vom Hersteller des CMS geliefert werden.

Es gibt zunehmend kommerzielle CMS, die sich mit neuen Versionen in das Lager der Open Source CMS begeben. Meiner Meinung nach ist das ein Zeichen dafür, dass diese Systeme im kommerziellen Umfeld nicht mehr überlebensfähig sind und nun versuchen, ihr Produkt mit Hilfe von open Source ein Überleben zu sichern. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich eine starke Community bildet.

Open Source CMS, die bessere Wahl

Open Source CMS geht der Ruf voraus, da sie kostenlos sind, dass ein Internetauftritt zum kleinen Preis realisiert werden kann. Nicht berücksichtigt wird dabei, dass lediglich die Software kostenfrei ist. Die Kosten entstehen beim open Source CMS aber genau wie bei einem kommerziellen CMS durch die individuelle Konfiguration und Anpassung an die Wünsche des Kunden. Hierbei bieten die open Source Systeme aber häufig die umfangreicheren und kostengünstigeren Möglichkeiten.

Bei einem open Source CMS sind sie nicht von einem Hersteller abhängig. Es gibt eine große, häufig auch internationale, Community die für ständige Weiterentwicklung des CMS sorgt. Durch die starke Verbreitung und die Community gibt es auch sehr viele Erweiterungen die Sie für Ihre Website nutzen können. Es fallen höchstens Kosten für die Anpassung an.Dringend erforderliche Sicherheitsupdates werden in der Regel sehr schnell und kostenlos zur Verfügung gestellt, häufig schneller als bei den meisten kommerziellen CMS.

Da Sie bei einem open Source CMS nicht von einem einzelnen Hersteller abhängig sind, ist Weiterentwicklung und Support durch unabhängige Dienstleister gewährleistet.

Wenn Sie bei der Auswahl eines open Source CMS sichergehen wollen, sollten Sie sich für eines der bekannten, erfolgreichen Systeme wie Joomla, Drupal oder Typo3 entscheiden. Hier sind die Communitys groß und international. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie vom Markt verschwinden ist viel gringer wie bei den kommerziellen Sytemen. Neu auf den Markt kommende CMS müssen erst noch beweisen, dass sie eine starke Community aufbauen können. Gelingt dieses nicht, verschwinden sie auch schnell wieder vom Markt.

 

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